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| Geschrieben von Administrator | |||
| Mittwoch, 07. Dezember 2005 | |||
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Seite 1 von 3 Teil 1: Geschichte
Linux wurde 1991 von dem damals 21-jährigen finnischen Informatikstudenten Linus Torvalds geschrieben. Torvalds – der von dem seit 1970 existierenden Betriebssystem Unix begeistert war – hatte sich damals gerade einen PC mit einem 386er Prozessor gekauft. Von DOS hielt er schon damals nicht allzu viel, und so bestellte er sich im Ausland eine Version des Betriebssystems Minix, ein Unix-„Nachbau“, den der Amsterdamer Informatikprofessor Andrew S. Tanenbaum als „Lehr-Betriebssystem“ geschrieben hatte und das eines der wenigen damals verfügbaren Unix-ähnlichen Systeme für die Intel-x86-Plattform darstellte. Torvalds Lieblingsbuch war zu jener Zeit übrigens „Operating Systems - Design and Implementation“ von eben jenem Professor Tanenbaum, in dem dieser unter anderem den Aufbau von Minix beschreibt. Minix stellte sich für Torvalds jedoch bald als eine große Enttäuschung heraus, da Teile seiner Funktionalität absichtlich verstümmelt waren und Torvalds darüber hinaus auch eine ganze Reihe weiterer technischer Unzulänglichkeiten entdeckte. Nachdem er es geschafft hatte, sowohl einen Compiler (den „GCC“)als auch eine Shell (die „Bash“), also einen Kommandointerpreter (wie z.B. die command.com unter DOS / Windows – allerdings mit erheblich besserer Funktionalität) auf seinen Betriebssystemkernel anzupassen, stand der Weiterentwicklung seines nach seinem eigenen Vornamen benannten „Linux“ (Die meisten Unix-Varianten haben ein „x“ im Namen, wie z.B. IBM's AIX, SGI's Irix oder Hewlett-Packard's HP-UX) und der Portierung vieler bekannter Unix-Programme nichts mehr im Wege. Genaugenommem bezeichnet „Linux“ also nur den Betriebssystem-Kernel; zu einem vollständigen Betriebssystem gehören natürlich darüber hinaus auch noch viele System- und Hilfsprogramme, wie eben eine Shell, ein Compiler, Tools zur Dateiverwaltung, Druckerverwaltung und vieles Mehr. Alle diese Komponenten hatte Torvalds nicht selbst geschrieben, sondern zu einem großen Teil hat er frei verfügbare Software des GNU-Projekts, welches 1984 vom Gründer der Free Software Foundation (FSF), Richard M. Stallmann ins Leben gerufen war, für Linux verwendet. Kleiner Exkurs: Aus diesem Grunde fordern viele der FSF bzw. dem GNU-Projekt nahestehende Zeitgenossen, das gesamte Betriebssystem als „GNU/Linux“ zu bezeichnen, um auch im Namen zu dokumentieren, das viele elementare Bestandteile aus der Arbeit des GNU-Projekts stammen. Linus Torvalds hält von dieser Meinung allerdings (verständlicherweise ?) eher wenig.... Torvalds begann bereits sehr früh, die Quelltexte seines Systems im Internet zu veröffentlichen (Version 0.01, am 17.09.1991) und hierbei andere Leute – in der Regel andere Minix-Benutzer – aufzufordern, sich mit Vorschlägen oder aktiv, d.h. durch eigene Mitarbeit an der Programmierung, an der Weiterentwicklung des Systems zu beteiligen. Heute wird der Linux-Kernel durch eine weltweite Entwickler„gemeinde“ (engl. „community“) weiterentwickelt; Torvalds programmiert mittlerweile kaum noch selber, sondern ist sozusagen der oberste Koordinator oder „maintainer“ der Kernelentwicklung. |
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